♥ Love as she's meant to be ♥

Die Bar. Der viele Alkohohl. Dieser eine Typ.

Und jetzt sitze ich hier, an meinem Tisch in der zweiten Reihe und starre meinen neuen Deutsch Lehrer an. Er schreibt seinen Namen an die Tafel, Herr Fitz. Ich kenne nur seinen Vornamen, Ian. Dann dreht er sich um und starrt mir mit seinen unbeschreibaren, eisblauen Augen, die die ganze letzte Nacht in meine geblickt hatten, entgegen. Ich verliere mich in seinem Blick und auch er scheint meine Mitschüler, die jetzt langsam anfangen zu tuscheln, völlig auszublenden. Ich weiß nicht wann, aber irgendwann, dreht sich meine beste Freundin Sara zu mir um und flüstert: "Der glotzt dich voll dumm an! Ich hab doch schon immer gesagt, dass du total hübsch bist!" Das scheint Ian gehört zu haben, denn er wendet schnell seinen Blick ab und stellt sich vor. Gestern hatte er mir erzählt, er würde heute am Anne Frank Gymnasium anfangen, nicht hier an der Pestalozzi Schule. Dannach liest er die Anwesenheitsliste vor, und ich weiß nicht, ob ich es mir einbilde, aber ich habe das Gefühl, er würde meinen Namen-Lucy Martin- irgendwie anders vorlesen, als wäre ich etwas besonderes. Die ganze restliche Stunde kann ich nicht anders, als ihm ihn die Augen zu sehen, obwohl ich ihm ansehe, dass er sich nicht wohl fühlt. Ich bekomme nicht mit, wie schnell die Zeit vergeht, doch auf einmal reißt mich das schrille Läuten der Schulglocke aus meinem tranceartigen Zustand. Schnell packe ich mein Mäpchen und meine Hefte in meine Tasche , stehe auf und will, ohne Ian auch nur noch einmal anzusehen, das Klassenzimmer verlassen. Doch ich höre seine tiefe Stimme, als er ruft: "Lucy? Bleib doch bitte noch kurz da, ich habe etwas mit dir zu besprechen!"

Ich drehe mich um und sage zu Sara, die etwas verwirrt schaut: "Geh schon mal vor, ich komme gleich." Und kurz darauf sind wir alleine in dem Raum. Es fühlt sich komisch an, ihn hier, als meinen Lehrer, im Klassenzimmer zu sehen. "Wir müssen vergessen, was gestern Nacht passiert ist, okay? Wir haben zu viel getrunken, es ist einfach passiert. Sonst ist da nichts. Hast du das verstanden?", flüstert er, in seinem Blick erkenne ich Verzweiflung. "Ja.", antworte ich. Ich schaue auf den Boden, ich kann nicht lügen. Ich weiß, dass es anders ist, aber ich sage es nicht, weil ich ihm nichts kapput machen will. Ich sehe, wie er aufsteht und zur Tür geht. Doch er dreht sich um, ein letztes Mal sieht er mir in die Augen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit so vergeht, wir stehen beide einfach nur da. Doch irgendwann kommt er auf mich zu. "Du machst mich verrückt, Lucy. Ich kann nicht anders.", murmelt er und ich frage mich, wie ein Mensch mit seinen Augen so viele Gefühle ausdrücken kann wie er.

Ich spüre seinen Atem auf meinem Gesicht und dann legen sich seine Lippen auf meine. Einfach so. Ich schließe die Augen und lege meine Hände in seinen Nacken.

Ich weiß, dass es falsch ist. Doch etwas, das sich so richtig anfühlt, kann einfach nicht falsch sein.

Kommentare: 5
  • #5

    My Stories (Dienstag, 10 September 2013 13:31)

    richtig schön.
    Und richtig gut geschrieben.
    Würde glatt sagen die beste der 4 Geschichten hier.
    LG

  • #4

    Nika (Freitag, 07 Juni 2013 22:40)

    Oh wow. Tolle Geschichte. <3

  • #3

    Blinzelmädchen ☂ (Donnerstag, 16 Mai 2013 19:33)

    Finde ich schön.

  • #2

    Finja (Samstag, 16 März 2013 15:34)

    pretty little liars, haha <3 toll geschrieben!

  • #1

    blackstar6 (Sonntag, 27 Januar 2013 20:28)

    Wow die